Laserbehandlungen gehören seit Jahren zu den gefragtesten Verfahren in der ästhetischen Kosmetik. Mit dem RedTouch PRO des italienischen Herstellers DEKA steht im MONLIS Beauty Studio München ein Gerät zur Verfügung, das auf einer bisher in der Kosmetologie wenig genutzten Wellenlänge von 675 nm basiert. Was das technisch bedeutet, welche Anliegen damit adressiert werden können und wer sich für eine Behandlung interessieren könnte – das erklärt dieser Artikel.
Hinweis vorab: Laserbehandlungen im kosmetischen Bereich sind keine medizinischen Eingriffe und ersetzen keine ärztliche Therapie. Alle Informationen in diesem Artikel dienen der allgemeinen Aufklärung.
Was ist der Laser RedTouchPro?
Der RedTouch PRO ist ein fraktionaler Laser des italienischen Herstellers DEKA M.E.L.A., der mit einer Wellenlänge von 675 nm (roter Lichtbereich) arbeitet. Diese Wellenlänge ist insofern besonders, als sie nach aktuellem Kenntnisstand spezifisch vom Kollagen im Bindegewebe absorbiert wird – während die meisten anderen Lasergeräte auf das umgebende Wasser als Zielstruktur abzielen.
Die fraktionale Arbeitsweise bedeutet, dass der Laserstrahl nicht flächig, sondern in kleinen, punktförmigen Arealen (sogenannten DOTs – Diameter: ca. 700 µm) auf die Haut wirkt. Zwischen den behandelten Zonen bleibt Gewebe unberührt, was nach Herstellerangaben die Regenerationszeit verkürzen kann. Ein integriertes Kühlsystem schützt dabei die Oberhaut (Epidermis) vor Wärmeeinwirkung.
Wie funktioniert die Behandlung technisch?
Der RedTouch PRO arbeitet mit einem Scanner, der die Laserpunkte gleichmäßig und kontrolliert über die Behandlungsfläche verteilt. Die Eindringtiefe beträgt laut Herstellerangaben durchschnittlich etwa 500 µm – das entspricht der oberen Dermis (Lederhaut), wo sich die Kollagenfasern befinden.
Durch die gezielte thermische Einwirkung auf die Kollagenstrukturen wird eine Denaturierung der vorhandenen Fasern ausgelöst. Der Körper reagiert darauf mit der Bildung neuer Kollagenfasern (Neocollagenese). Dieser Prozess läuft über Wochen nach der Behandlung ab und ist nicht unmittelbar nach der Sitzung sichtbar.
Die SmartStack-Technologie des Geräts erlaubt es, Parameter wie Energiedichte und Pulsfrequenz individuell anzupassen – je nach Hauttyp, Behandlungsbereich und gewünschtem Intensitätsgrad.
Für welche Anliegen kann der RedTouch PRO eingesetzt werden?
Laut Herstellerangaben und vorliegenden Fachanwendungen wird der RedTouch PRO in folgenden Bereichen eingesetzt:
- Nicht-ablative Hautverjüngung (Skin Rejuvenation / Prejuvenation)
- Sichtbare Verbesserung des Erscheinungsbilds von feinen Linien
- Verbesserung des Hautbildes bei Hautlaxität (nachlassende Gewebespannung)
- Behandlung gutartiger Pigmentveränderungen wie Altersflecken und Melasma
- Verbesserung des Erscheinungsbilds von Aknenarben
- Behandlung oberflächlicher Gefäßveränderungen
Wichtig: Die genannten Einsatzbereiche beziehen sich auf kosmetische Anwendungen. Bei medizinisch relevanten Hautveränderungen ist stets eine dermatologische oder ärztliche Abklärung erforderlich, bevor eine Laserbehandlung in Betracht gezogen wird.
Was sagt die Forschungslage?
Zu dem 675-nm-Laser liegen mittlerweile mehrere publizierte Studien vor. In einer 2023 im Fachjournal veröffentlichten In-vitro-Untersuchung (PMC9930151) wurde gezeigt, dass die Bestrahlung menschlicher dermaler Fibroblasten mit 675 nm zu einer Stimulation der Kollagen-Typ-I-Synthese führen kann. Eine klinische Studie aus dem Jahr 2024 (PMC11359081) untersuchte den Einsatz des RedTouch PRO bei verschiedenen Hautbildern – darunter Hautverjüngung, Aknenarben, Gefäß- und Pigmentveränderungen – und bewertete die Behandlung als sicher und gut verträglich.
Die Datenlage ist noch im Aufbau – größere randomisierte kontrollierte Studien fehlen bisher. Die vorhandenen Ergebnisse gelten als vielversprechend, sind jedoch nicht als Beweis für garantierte Behandlungserfolge zu verstehen.
Wie läuft eine Behandlung mit dem RedTouch PRO ab?
1. Beratungsgespräch
Vor jeder Laserbehandlung findet ein ausführliches Gespräch statt. Dabei werden Hauttyp, Fitzpatrick-Phototyp, aktuelle Hautpflege, mögliche Kontraindikationen sowie individuelle Anliegen besprochen. Auf Basis dieser Einschätzung wird entschieden, ob und in welchem Umfang eine Behandlung sinnvoll ist.
2. Vorbereitung der Haut
Die zu behandelnde Hautpartie wird gereinigt. Je nach Intensität der geplanten Behandlung kann eine lokale Betäubungscreme aufgetragen werden, um den Komfort zu erhöhen. Das integrierte Kühlsystem des Geräts trägt ebenfalls dazu bei, die Behandlung angenehm zu gestalten.
3. Laserbehandlung
Der Scanner führt den Laserstrahl gleichmäßig über die Behandlungsfläche. Die Dauer einer Sitzung hängt von der Größe des Behandlungsareals ab und beträgt in der Regel zwischen 20 und 45 Minuten. Während der Behandlung kann ein leichtes Wärmegefühl wahrgenommen werden.
4. Nachbehandlung
Unmittelbar nach der Sitzung kann die Haut leicht gerötet sein. Diese Reaktion klingt üblicherweise innerhalb weniger Stunden ab. Es wird empfohlen, in den ersten Tagen nach der Behandlung auf direkten Sonnenkontakt zu verzichten und ausreichend Sonnenschutz zu verwenden.
Wer ist geeignet – und wer nicht?
Der RedTouch PRO kann laut Hersteller für alle Fitzpatrick-Hauttypen (I bis VI) eingesetzt werden, da er die Epidermis schont. Eine individuelle Einschätzung durch die Fachkraft ist dennoch in jedem Fall erforderlich.
Kontraindikationen, bei denen eine Behandlung nicht durchgeführt werden sollte, umfassen unter anderem:
- Schwangerschaft
- Aktive Hautentzündungen oder Infektionen im Behandlungsbereich
- Einnahme von Photosensibilisatoren oder Antikoagulantien
- Bekannte Lichtüberempfindlichkeit
- Kürzlich erfolgte starke Sonnenexposition oder Sonnenbrand im Behandlungsbereich
- Vorhandene Hauterkrankungen im Behandlungsbereich (ärztliche Abklärung erforderlich)
Diese Liste ist nicht abschließend. Im Beratungsgespräch werden alle relevanten Faktoren individuell besprochen.
Wie viele Behandlungen sind nötig?
Die Anzahl der empfohlenen Sitzungen hängt vom individuellen Anliegen und dem Ausgangszustand der Haut ab. In klinischen Anwendungsberichten werden häufig Protokolle mit drei bis sechs Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen beschrieben. Da der Kollagenaufbau ein schrittweiser Prozess ist, zeigen sich Veränderungen im Hautbild in der Regel nicht nach der ersten, sondern nach mehreren Sitzungen – und teilweise erst Wochen nach Abschluss des Behandlungszyklus.
Laser RedTouchPro bei MONLIS Beauty München
Im MONLIS Beauty Studio München – mit Standorten am Goetheplatz, in Westpark und an der Karlstraße – ist der RedTouch PRO Teil des apparativen Kosmetikangebots. Die Behandlung wird von geschultem Fachpersonal durchgeführt und beginnt stets mit einer individuellen Beratung.
Termine können bequem online oder telefonisch gebucht werden. Im Studio erhalten Sie detaillierte Informationen zu Ablauf, Preisen und ob eine Behandlung für Ihre individuelle Hautsituation geeignet sein kann.
| Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine individuelle Beratung durch eine Fachkraft oder einen Arzt. Laserbehandlungen sind keine medizinischen Eingriffe im rechtlichen Sinne, erfordern jedoch eine sorgfältige Vorabbeurteilung. Bei Hauterkrankungen oder besonderen Hautanliegen empfehlen wir, vorab ärztlichen Rat einzuholen. Quellenangaben: PMC9930151 (NCBI, 2023), PMC11359081 (NCBI, 2024), Cartessa Aesthetics / DEKA M.E.L.A. Produktdokumentation. |